
Zwei im Winter
Der alte Hafi steht am Zaun
Auf welkem Laub und Wurzeln kau´n.
Was ist das heut für eine Zeit,
wie lang hat´s schon nicht mehr geschneit.
Denkt er zurück an alte Zeiten,
da ließ er sich im Schneewald reiten.
Wie war´s im Winter angenehm,
im frostig frischen Wind zu steh´n.
Jetzt ist ihm warm, sein Fell zu dick,
der Niesel fällt ihm ins Genick.
Der alte Hafi schnaubt bedrückt,
auch die Natur spielt nun verrückt.
Der braune Hengst an Hafis Seite,
richtet den Blick in ferne Weite.
Die Feuchtigkeit zieht kalt empor,
er schüttelt sich, tritt etwas vor.
Am Horizont der Morgen graut,
der Braune stumm gen Osten schaut.
Dort, wo das blasse Morgenlicht
Durch den grauen Nebel bricht,
dort, denkt der Braune, liegt das Land,
das seine Mutter noch gekannt.
Die Tage heiß, die Nächte kühl,
jetzt packt ihn wieder das Gefühl,
im tiefen Schlamm der Koppel springt er,
der Hafi stöhnt: „Ein deutscher Winter!“